Mit ‘Thailand 2009’ getaggte Artikel

Spirituelle Erfahrungen

Samstag, 28. November 2009

Langsam setzt Tiefenentspannung ein. Wir lassen uns treiben, fast schon fallen. Oestliche Weisheit statt westlichem Konsumrausch, das ist unsere Losung, unsere Parole hier.

Das naechste Foto zeigt uns in einem dieser nachdenklichen, beinahe meditativen Momente.

Spirituell

Hoemmlische Erkenntnis

Freitag, 27. November 2009

Verehrte Leserschaft,

da Radulf keinesfalls moechte, dass ihn seine geneigten Leser missverstehen, muss er darauf hinweisen, dass das folgende NICHTS mit Sex zu tun hat.

RADULFS REISEWEISHEIT NR. 1

Urlaub ist, wenn man mehr Zeit in der Waagerechten verbringt als in der Senkrechten.

Tag X im Hoemmel

Mittwoch, 25. November 2009

Verehrte Leserschaft,

langsam geht uns das Zeitgefuehl verloren. Seit wir auf der Insel angekommen sind, haengen wir nur noch rum, lassen es uns gutgehen, schlemmen, schlafen und liegen am Strand oder im Bungalow rum.

Radulf hatte keine Grenzerfahrungen mehr, Huldine auch nicht. Die Zeit fliesst traege vorbei.

Hier noch ein paar Bilder.

Rumpinson Crusoe

Glueckliche Huldine

Strasse

Meer

Zum letzten Bild muss ich doch noch was loswerden: Die sind NICHT alle von uns! Und wir wissen jetzt auch, was wir die restliche knappe Woche hier tun werden. Pfand wegbringen.

Altglas

Neues aus dem Hoemmel

Sonntag, 22. November 2009

Verehrte Leserschaft,

wir sind heute auf Ko Tao angekommen, einer kleinen Insel im Golf von Thailand. Traumhafte Straende, nette Gastronomie, Internet, Touristen und Massagesalons, in denen man einfach nur massiert wird. Wir haben es grad getestet, und der junge Mann widmete meinen erogenen Zonen nicht mal ein Zwanzigstel der Aufmerksamkeit, die ihnen die junge Dame in Bangkok schenkte.

Falls ihr auch mal hierherzukommen gedenkt, bitte folgendes beachten:

RADULFS REISETIPP NR. 1

Reisenden, die am Vorabend 5 grosse Bier mit 6,5% Vol. getrunken haben, wird DRINGEND davon abgeraten, sich am naechsten Tag in einen Highspeed-Katamaran zu setzen und mit diesem bei schwerem Seegang eineinhalb Stunden durch die Suedsee auf eine Trauminsel zu brausen.

Es kann sonst zu einer aeusserst innigen und eineinhalbstuendigen Beziehung mit den dort ausgeteilten Kotztueten kommen.

 

Viele Gruesse, Euer ergebener

Ladulf

Foddos aus dem Hoemmel

Samstag, 21. November 2009

Verehrte Leserschaft.

Es gibt Fotos.

Vieles hier ist anders.

Das Essen.

Essen

Die heiligen Orte.

Aus dem Prospekt 1

Manche Haeuser sehen etwas heruntergekommen aus.

Folklore

Die Schaffner sehen aus wie 4-Sterne-Generaele.

Aus dem Prospekt 2

Nur fuer den Bootsmann: Es gibt Huehner!

Huehner

Die Rollator-Gehhilfen gefallen uns besonders. So fremd und doch auch irgendwie schon mal gesehen.

Rollator

Wir wissen jetzt auch, wer die Kokosnuss geklaut hat.

Kokosnuss

Radulf macht den Sonnengruss.

Vollidiot

Radulf bewundert eines der 7 Weltwunder der Moderne: Die Fischabfaelle von Ayuttaya.

Weltwunder

Aber manche Dinge sind wie in Deutschland.

Erdinger

Bei diesem Bild hier ueberkommt den Radulf nicht nur ein Deja-Vu, sondern auch ein wohliges, ach so vertrautes Gruseln.

Huldine im Hoemmel

3. Tag im Hoemmel

Freitag, 20. November 2009

Wieder gibt es Sensationelles zu berichten.

Heute mittag sind wir losgefahren Richtung Sueden. Nachdem Radulf gestern abend den trockensten Mund seines Lebens hatte und wir zu dem Schluss kamen, dass Radulf zu wenig trinkt, goss sich der Radulf heute vormittag ca. 3 Liter Wasser hinter die Binde.

Direkt vor Abfahrt des Busses bin ich dann extra noch in so ein Elektrogeschaeft und dort auf eines der uebelsten Klos aller Tage. Ich musste auch echt ganz dringend.
Leider hat das nicht lang vorgehalten, nach etwa einer halben Stunde (noch eine Stunde Fahrt) spuerte ich wieder einen gewissen Druck. Also fragt Radulf die Busschaffnerin nach dem Klo hinten im Bus. Sie verneint hoeflich laechelnd. Radulf kriegt Panik.

Zwei Stationen (an denen stets ca. 15 Sekunden gehalten wird) weiter winkt sie mich nach vorne. *Toilet* sagt sie. Also fuehrt sie mich ein Stueck in so ein Polizeikabuff mit Klo. Der ganze (volle) Bus wartet. Radulf faengt an. Es dauert. Und dauert. 3 Liter Wasser. Dauert. Bus wartet. Voller Bus. Dauert. Radulf ist fertig. Keine Spuelung, sondern eine Schuessel zum Nachgiessen. Bus wartet. Radulf panisch. Radulf nimmt Schuessel. Klo voller Wasser. Radulf rennt raus, laechelt panisch Polizisten an. Radulf wieder in vollem Bus. Bus faehrt weiter.

Ankunft Busbahnhof. Taxi zu anderem Busbahnhof. Busfahrt diesmal 4-5 Stunden. Radulf trinkt schon nichts mehr. Nach 3 Stunden trotzdem kritisch. Mittlerweile ist Huldine schlecht. Huldine fragt Radulf nach Plastiktuete. Wir steigen 100 km vor dem Ziel in einer Stadt aus. Radulf geht aufs Klo, kommt raus und sieht Huldine aeusserst elegant und damenhaft mit uebergeschlagenen Beinen in eine Tuete seiner arbeitgebenden Buchhandlung reihern.

2. Bericht aus dem Hoemmel

Donnerstag, 19. November 2009

Verehrte Leserschaft!

Tolles Land, super Wetter (30 Grad).

Sind jetzt raus aus dem Suendenpfuhl Bangkok und in Ayuttaya, einer eher gemuetlichen Kleinstadt. Keine Wolkenkratzer, der Geruch nach Autoabgasen hat nachgelassen und auch keine leichte Maedchen an jeder Ecke. Das hat irgendwann echt genervt.

Waren gestern uebrigens auch noch mit einem Tretbootschwan auf einem See unterwegs. Ein Krokodil hat uns verfolgt, man sah gerade noch die Schnauze rausschauen aus dem Wasser. Wir haben in die Pedale getreten wie die Berserker. Am Ende hat sich herausgestellt, dass es keine Krokodilsschnauze war, sondern eine handtellergrosse Schildkroete auf einem Stueck Holz.

Heute sind wir auf einem Elefanten ausgeritten. Der Fuehrer hat ca. 60 Fotos mit unserer Digicam gemacht und immer gerufen, wir sollen die Arme ausbreiten. Wir haben jetzt wahrscheinlich 50 Fotos, auf denen ich wie ein Idiot aussehe, weil ich meine Arme wie beim Torjubel oder so in die Luefte recke. Huldine hat sich da fein rausgehalten.
Merke: Fotogenitaet hat ganz sicher auch was mit Intelligenz zu tun.

Ansonsten: Thailand ist echt besessen. Ich wuerde gerne jeweils 1000 TUEV-Kontrolleure und  Gesundheitsamtbeamte hier einfliegen lassen und dabei zuschauen, wie die alle miteinander vor Entsetzen rasend werden und mit Schaum vor dem Mund im Kreis laufen.

Fotos gibts wieder keine, dass klappt nicht mit der Speicherkarte.

Viel Spass auf der Arbeit wuenscht euch allen:

Ladulf

Hoemmel und Hille

Mittwoch, 18. November 2009

Verehrte Leserschaft.

Diejenigen, die mich etwas besser kennen, wissen vermutlich von meiner chronischen Reiseunlust und meiner gelinden Panik beim Gedanken ans Fliegen.

Nun, die Reise hat insgesamt 22 Stunden gedauert und war die Hille. Dafuer bin ich jetzt im Hoemmel. Der Hoemmel riecht ziemlich streng nach Autoabgasen und seltsamen Gewuerzen, er hoert sich an wie eine Kleinkinderbrabbelgruppe, die auf einem schlecht gestimmten Keyboard spielt und sieht aus, als haette man einen brasilianischen Slum an die Wall Street verpflanzt.

Ich hatte auch schon einige Grenzerfahrungen.

Zunaechst erfuhren wir am Frankfurter Flughafen, dass der Bus zu unserem Terminal wegen eines Bombemalarms an eben diesem Terminal nicht faehrt. Wir moegen bitte den Skytrain nehmen. Das taten wir denn auch und dann standen wir beim Check-In mit etwa fuenf Dutzend muslimischen Mitweltbuergern an. Bei soviel Adrenalin braucht man keine Drogen mehr, ich schwoer, Alda!

Gestern abend schlenderte ich dann mit einem Fleischspiess mit Gemuese herum und wurde von einem Thai angesprochen, der mir irgendwas verkaufen wollte. In dem Moment beisse ich auf eines der Gemueseteile, und das war das schaerfste, was ich je in meinem Leben gegessen habe. Ich habe vor Schreck den Thai dermassen angebruellt, dass er sich bei mir mehrfach demuetigst entschuldigt hat.

Und heute mittag, als wir das erste Mal nach ueber 30 Stunden Entzug wieder richtig geschlafen hatten, gingen wir in einen Massagesalon. Huldine und ich wurden in getrennten Kabinen untergebracht. Nachdem ich mir so einen daemlichen Schlafanzug angezogen hatte (unter dem ich immer noch mein Geldbeutel-Suspensorium trug) machte sich die Masseuse ans Werk. Ich machte mir so meine Gedanken, als die Gute meinen Hintern fast schon leidenschaftlich knetete und durchwalkte und auch meinem Allerheiligsten einige Male gefaehrlich nahe kam , vor allem mit der Kenntnis diverser Geruechte ueber thailaendische Massagesalons. Tja, und dann stippte sie doch wirklich mein bestes Stueck an und grinste vielsagend. Ich habe tapfer abgelehnt.

So das wars fuer heute, naechstes mal muessten Bilder mit dabei sein, wenn alles klappt.

Euer ergebener

Ladulf Lumpel