Das Leben ist flüchtig, das Leben ist kurz.
Drum trinke ich Wodka, dann isses mir schnurz.
Mit ‘Poesie’ getaggte Artikel
Es ist wieder Zeit für etwas Poesie
Samstag, 26. Juni 2010Gedicht des Monats August
Samstag, 22. August 2009Verehrte Leserschaft!
Heute versuche ich mich an der Königsdisziplin des Gedichts: dem Vierzeiler. Schon Goethe und Schiller haben sich an dieser besonderen Form der Poesie die Zähne ausgebissen, Shakespeare schrieb lieber ellenlange gereimte Tragödien, als sich auf die Kürze und Würze eines vierzeiligen Poems einzulassen.
Doch ich, Radulf Rumpel, werde meinen Vierzeiler, an dem ich seit mittlerweile drei Jahren hart arbeite und den ich unzählige Male wieder verworfen und verbessert habe, jetzt den kritischen Blicken der Öffentlichkeit preisgeben und auf Gnade und Milde bei der Beurteilung hoffen.
Ich nenne dieses Gedicht übrigens, in Anlehnung an die Zahl der Zeilen, “Vierzeiler”.
Vierzeiler
Nur vier Zeilen.
Die krieg ich schon voll.
Muss nicht mal lange dran feilen.
Schon fertig. Toll.
Gedicht des Monats Juno
Freitag, 12. Juni 2009Juno
Mai vorbei,
bald Julei.Was haben wir nun?
Genau!
Den Monat mit dem o hinter dem Jun.
Der ist benannt nach dem Jupiter seiner Frau.Ups.
Es ist schon wieder passiert.
Schwupps!
Hat der Dativ den Genitiv massakriert.Doch dem Genitiv seine Qual
ist mir egal.Denn ich bin ein Dichter und Reimer,
und kein Linguistikprofessor.
Gedicht des Monats Mai
Mittwoch, 20. Mai 2009Mai
Almauftrieb.
Holladirihihei.Berlin am Ersten.
Krawalle und Geschrei.Biergärten machen auf.
Juhei.Die Bayern werden wieder Meister…
Ja, mei.Menschen liegen auf der Wiese.
Oberkörperfrei.Wieviele Buchstaben?
Drei.Gute Laune.
Ich bin dabei.Mai.
Gedicht des Monats März
Mittwoch, 04. März 2009Das Gedicht des Monats März findet leider nicht statt. Ich habe eine Dichtblockade.
Was schreib ich nur, was dicht ich bloß?
In meinem Hirne ist nichts los.Mein Hirn ist öd, mein Hirn ist leer,
wo krieg ich nur Ideen her?Ich sitz frustriert in meinem Heime
auf der Suche nach dem rechten Reime.Doch will er einfach nicht erscheinen,
vor lauter Unglück möcht ich weinen.Heute krieg ichs nicht mehr hin,
es macht heut einfach keinen Sinn.Drum lass ichs denn auch lieber bleiben,
und werd die Reime morgen schreiben.
Gedicht des Monats Februar
Sonntag, 01. Februar 2009Diesen Monat präsentiere ich bewusst ein kontroverses Poem. Es handelt vom Bier. Es ist die Hymne der einsamen Thekensitzer. Männer jeden Alters, die schon zur Mittagsstunde in verrauchten Pinten sitzen und Pils trinken oder Weißbier, um dann nachmittags schwankenden Ganges in ihre öden, leeren Einzimmerwohnungen zurückzukommen, wo sie versuchen, ihre nie endenden Dauerräusche auszuschlafen. Abends dann ziehen sie erneut los, auf der Suche nach etwas Gesellschaft, nach menschlicher Wärme und Zuneigung.
Und natürlich, um noch eins zu trinken. Prost!
Ode an das Bier
Du wunderbarer Gerstensaft,
vertreibst den Kummer, spendest Kraft.Ob in der Flasche, ob im Glas,
mit dir macht alles viel mehr Spaß.Auch wenn ich dich zu arg genossen,
bin ich dennoch nicht verdrossen.Sieben, acht von deiner Sorte,
machen schön die schlimmsten Orte.Selbst der Kater schreckt mich nicht,
bin zu sehr auf dich erpicht.Und nun, zum End,
ein Kompliment:Ich liebe deine fünf Prozent!
Gedichterkette als Protest gegen das Böse I
Mittwoch, 07. Januar 2009
Gedichterkette, Teil 1
Das Böse ist noch nicht besiegt,
wir habens noch nicht hingekriegt.
Ich frag mich oft, woran es liegt.Doch seid nun froh und guten Mutes,
und vor allem: Tut viel Gutes!Wir kämpfen für ne bessre Welt,
schaun aufs Glück und nicht aufs Geld!Wer durstig ist, der kriegt zu trinken!
Wer Hunger hat, nen dicken Schinken!Wer reisen will, kriegt ne Passage!
Wer verspannt ist, ne Massage!Wer müde ist, wird ausgeruht.
Wer barfuss läuft, wird neu beschuht.
Wer Böses tut, wird ausgebuht!Damit erreichen wir bald unser Ziel:
Wir dichten viel, doch auch mit Stil.Vertreiben das Böse mit Riesenkrach!
Als nächster dichtet Herr Breitenbach!
Gedicht des Monats Januar
Samstag, 03. Januar 2009Nachträgliche Anmerkung
Aufgrund unvorhergesehener Ereignisse, die mit der Kommentarfunktion dieser Seite zusammenhängen – es gab Kommentare -, stelle ich diesen Eintrag auch in die Seite Meinungen. Wer also diesen Eintrag unter der Kategorie Meinungen gefunden hat und in dem folgenden Gedicht keine Meinung findet, dem sei geraten, in den Kommentaren nachzuschauen. Übrigens muss ich gestehen, dass ich aufgrund der ebenfalls unvorhergesehenen Tatsache, dass es andere Meinungen gibt als die meinige, die ursprünglich vorhergesehene Kategorie Meine Meinungen erst gerade eben in das etwas neutralere Meinungen umbenannt habe.
Wer lediglich auf der Suche nach etwas Poesie ist, kann einfach das Gedicht lesen und sich die Kommentare sparen.
Ende der nachträglichen Anmerkung
Grüßgott miteinander.
Ich möchte euch heute ein Gedicht vorstellen, das ich vor sehr langer Zeit geschrieben habe. Es war eine schwierige Zeit, möchte ich hinzufügen, eine Zeit der Wirren und des Kampfes. Es war eine Zeit, in der ich noch nicht täglich zwei bis drei Tassen Beruhigungstee trank, eine Zeit, in der die Flamme der Revolution noch heiss in mir brannte. Es war eine Zeit, in der ich ständig pleite war und ziemlich angepisst deswegen.
Und, das muss ich betonen, eine Zeit, in der ich die Huldine noch nicht kannte.
Bösewicht
Ich böser kleiner Erdenwurm,
bin schuld an Hagel, Sintflut, Sturm.Um Frieden wurd ich angebettelt,
doch hab ich Kriege angezettelt.Beklau die Armen, schenks den Reichen,
niemand kann mein Herz erweichen.Kenn nur den Hass, kenn nicht die Liebe,
wenn ihr nicht spurt, dann setzt es Hiebe.Gerat ich erst in echte Wut,
nehm ich sofort ein Bad in Blut.So würd ichs gern noch weiter treiben,
doch muss ich fort, kann nicht mehr bleiben.Ich wurd gerade exorziert,
da hab ich dann kapituliert.Bin einfach eine blöde Sau,
schlimmer noch ist meine Frau.

