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Was bleibt?

Montag, 08. November 2010

Verehrte Leserschaft!

In tiefer Demut entschuldige ich mich für mein langes und renitentes virtuelles Schweigen. Der dreifach vermaledeite Umbau hat mich viel Kraft gekostet, und dann kam auch noch eine mehrwöchige Extremphase mit dem fünften Teil der allerallerbesten Spieleserie Civilization hinzu.

Jetzt bin ich wieder da. Zumindest heute abend mal wieder, dann is ja auch schon bald Urlaub.

Was bleibt? Wovon eigentlich? Ich meine das letzte Wochenende.

Am Samstag begab ich mich zum ersten Mal seit ungefähr dreizehn Jahren wieder auf den heiligen Boden des Easy-Credit-Stadions.
Für die Huldine war es sogar das erste Mal.

Trotz des abgestandenen, bitteren, alkoholfreien und 3,70 € teuren Biers waren wir blendender Laune. Noch besser wurde unsere Laune, als wir das Bier weggeschüttet hatten.

Was für ein glücklicher und seltener Zufall: Die Ultras waren auch da!

Uns zu Ehren wurden sogar die großen Fahnen rausgeholt. Ich habe geweint vor Rührung.

Ebenfalls anwesend waren die fünf Zwerge. Man kann sie schon von weitem an ihren Kapuzen erkennen.

Oder auf kurze Distanz an ihrem dämlichen Grinsen…..

Tja, das war der Samstag, so in Kurzzusammenfassung. Erwähnen kann man noch, dass wir den ganzen Tag standen. Im Zug. Am Bahnhof. S-Bahn. Vor dem Stadion, im Stadion, am S-Bahnhof, in der S-Bahn, Bahnhof, Zug. 9 Stunden, mit kurzer Sitzpause bei McDonalds.

Und was bleibt?

3 PUNKTE! IHR KÖNNT NACH HAUSE FAHR´N!

Am Sonntag dann Paintball, die Zweite. Wir waren ja neulich schonmal (ich habe nicht berichtet). Da gibt es keine Fotos, also nehme ich welche vom ersten Mal.

Am Anfang kriegt man ne Einweisung. Da wird einem erklärt, dass bei einem Augentreffer ohne Maske zu 98% das Auge futsch ist. Da guckt man etwas bedröppelt. Auch diejenigen, die schon eine Maske tragen.


Dann setzt man sich ne Maske auf und lässt sich an die Backe schiessen. So testhalber.

Dann schmiert man sich Senf an die Stirn und lässt sich mit gefährlich blickenden Tussis ablichten, weil das so cool ausschaut.


Und dann ballert man rum und geht in Deckung und rennt umher und wird getroffen und dann ballert man wieder usw.

Und was bleibt?

DAS!

Wenn alles so läuft wie beim ersten Mal, kann ich ab Freitag wieder laufen und mich ab Samstag wieder hinsetzen.

In diesem Sinne,

Euer ergebener

Radulf Rumpel

Und sonst so?

Donnerstag, 29. Juli 2010

Verehrte Leserschaft, liebe Freunde des schlechten Geschmacks, Genossen!

Zunächst einmal: Nach harscher Kritik schreibt Radulf schreibe ich heute konsequent in der ersten Person Singular. Nur heute! Nur dieses Mal! Vielleicht!

Außerdem muss ich betrübliche Neuigkeiten für die Freunde meiner Reihe “Bücher, die Gottseidank nie geschrieben wurden” kundgeben. Ich habe einige Texte geschrieben. Gottseidank habe ich sie nicht veröffentlicht. Sie waren grottig. Oder mittelmäßig. Jedenfalls war ich nicht zufrieden. Das bedeutet erstmal wieder andere Themen.

Zum Beispiel die “Modernisierung unseres Mietshauses, die besser nicht stattfinden würde”. Wir leben derzeit in katatonischer Starre auf nächsten Dienstag hin. Da kommen die Fenstermacher und Heizungsbauer.
Bis dahin müssen wir ca. 50% unserer Wände freigeräumt haben. Und unser Bett aus dem Weg gebracht haben.

Bei uns ist echt Kacke grad. Kartons und Möbel allerorten, außerdem Gerüste vor den Fenstern, Baustaub, Lärm und dazu zwei frisch kastrierte Hasen, die keinem Stress ausgesetzt werden sollen.

Und wie isses bei Euch?

Vielleicht habt ihr ja auch Probleme? Sorgen? Nöte? Geld zu verschenken?

Lasst es mich ruhig wissen. Vor allem letzteres.

Euer ergebener

Radulf Rumpel

Ibiza 2010

Freitag, 18. Juni 2010

Verehrte Leserschaft!

Radulf berichtet euch heute aus den Eingeweiden des Pauschaltourismus.

Sonntag nachmittag kamen wir an. Wurden zum Hotel Els Pins gekarrt. Unsere hochgesteckten Erwartungen verhießen schöne, junge, sonnengebräunte Menschen, die aus großen Badewannen Sangria trinken und zu heißen Rythmen ebensolche Hüften schwingen.

Dann kamen wir in die Lobby. Langsam umherschlurfende Gäste im besten Rentenalter, weit und breit keine Sangriabadewannen in Sicht, die heißen Rythmen beschränkten sich auf eine Dauerschleife von “I did it my way.”

Der hoteleigene Strand bestand aus einer idyllischen Betonmole. Hier ist er, aus zwei verschiedenen Perspektiven, damit ihr die Schönheit, den Glanz, den Zauber Ibizas würdigen könnt.

Strand1

Strand2

Und dann die weltberühmte spanische Küche! Wir hatten naiverweise Halbpension gebucht und zogen es dann sturerweise durch, abends mit der Pauschalhorde am Hotelbuffett zu speisen. Im Ernst: Sogar der Saft aus der Saftmaschine schmeckte beschissen.
Radulf hat sich eigentlich nur von Brot, Oliven und Rindfleisch ernährt, das waren die kleinsten Übel. Huldine hielt sich meistenteils an vergammelten Fisch und die Matschpaella.

Buffett

Der absolute Höhepunkt waren unsere Frühstückseier am Montag. Für diejenigen, die die teils brachialen Methoden meiner Bildbearbeiterin Huldine kennen: Es ist echt. Die sahen wirklich so aus.

Die schwarzen Eier

Auch dank des etwa halbstündigen Lachanfalls angesichts dieser Eier sahen wir die ganze Sache dann übrigens mit Humor. Um unsere Stimmung wiederzugeben, folgt hier der Dialog beim Kaffeetrinken irgendwann Montag mittags.

Radulf: Hmm, ich hab noch gar nicht überlegt, was ich heute abend beim Buffett alles in die Mülltonne schmeissen soll.

Huldine: Also ich werfe etwas Paella weg, dazu ein wenig von dem Milchreis.

Radulf: Oh ja, das klingt doch gut. Lass uns dann auch was von dem milden Weißwein und dem feurigen Roten wegschütten!

undsoweiterundsofort….

Zu den Eiern gibt es auch die bizarrste Anekdote dieses Urlaubs. Am Montag abend sassen wir in einem Biergarten und unterhielten uns mit dem Inhaber, einem Österreicher, und seinen dicken Freunden. Auf deutsch. Zeigten Ihnen das Eierfoto, reden unser Hotel schlecht.

Plötzlich keift vom Nebentisch lauthals die Gute-Laune-Petra rüber, die wir übrigens bis dahin nicht kannten:
“Was redet ihr da schlecht vom Els Pins, da wohnen wir!”
Radulf geht rüber zu ihr und ihrem Gatten, zeigt den beiden das Foto und fragt:
“Haben Sie heute Morgen Eier gegessen?”
Der Mann: “Ja, schon.”
Radulf: “Und, waren die gelb?”
Der Mann: “Naja, die waren schon dunkel, aber eher so grünlich.”
Radulf hat dann die Schultern gezuckt und ist an seinen Platz zurück, statt zu fragen, warum man bei grünen Eiern so vehement sein Hotel verteidigen muss.

Am Dienstag gingen wir dann in die Hotel-Disco. Es war ganz ganz groß! Zuerst bestellte Radulf in perfektem Spanisch Getränke:

Dos Cuba Libre con mucho Ron por favor. Olé!

Damit hatten wir den Barkeeper, einen stolzen Spanier, für uns eingenommen. Die Cubas waren mörderisch. Sieben Teile Rum, ein Teil Cola oder so. Zusammen mit Stephan aus Hamburg rockten wir das Haus.

Disko im Hotel

Wir heizten die Stimmung derart auf, dass wir lange Zeit auf einen Miss-Wet-Stützstrumpf-Wettbewerb spekulierten, der aber letzten Endes leider nicht stattfand.

Um zwölf war der Spuk auch schon zu Ende. Schnell noch ins British Pub und ein Pint getrunken. Heim. Gerade im Aufzug angekommen, konnten wir glücklicherweise einen Blick auf ein Prachtexemplar des ibizanischen Wappentiers erhaschen. Hocherfreut sangen wir dann aus voller Brust im Aufzug nach oben die ibizanische Nationalhymne ab.

Noch ein Wort zum Wetter: Es war kacke. Schaut euch diesen Himmel an.

Reggae Beach

Hier noch Bild einer glücklichen Huldine im Pub.

Huldine im Glück

Tja, das war Ibiza. Wir kommen wieder. Aber nicht mit Air Berlin.

Sondern Huldine als moderne und emanzipierte Frau am Steuer eines Tornado-Kampfjets. Radulf – ganz traditionsbewusster Militärhistoriker – wird einen Ju 87  Sturzkampfbomber fliegen. Und dann legen wir das Hotel Els Pins in Schutt und Asche. In der berechtigten Hoffnung, Gute-Laune-Petra zu erwischen, wie sie gerade am Frühstücksbuffett mit Hochgenuss ihre zwar dunklen, aber eben doch nur grünen Eier verspeist.

Euer ergebener

Radulf Rumpel

Das klingt doch gut

Samstag, 12. Juni 2010

Verehrte Leserschaft.

Gestern haben wir ein altes Spiel wieder entdeckt. Wir nennen es “Computer rückwärts”.

Man braucht:

Einen Computer mit Mikro.
Zettel und Stift.
Wahrscheinlich Alkohol.

Es funktioniert so:

Man überlegt sich einen Satz.

Man schreibt diesen Satz rückwärts auf.
(Dabei achtet man darauf, dass man phonetisch rückwärts schreibt. Also ein “ei” bleibt ein “ei” und wird nicht zu “ie”, “sch” bleibt “sch” und so weiter.)

Man liest den nunmehr rückwärts geschriebenen Satz ins Mikro und nimmt es auf bzw. lässt es jemand anderen vorlesen.

Man lässt den Computer den Satz rückwärts abspielen (funktioniert auf jeden Fall im Windows-Audio-Recorder, müsste bei anderen Programmen aber auch gehen). Dadurch ergibt der Satz wieder Sinn, da doppelt rückwärts wieder vorwärts ergibt.

Die anderen müssen raten bzw. rauskriegen, was gesagt wurde.

Hier ein paar Beispiele:

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Vielleicht fragen sich jetzt einige von euch, was das soll.

ßapS chtam sE!

Radulf testet

Freitag, 11. Juni 2010

Radulf versucht gerade, seinen Blog mit Twitter zu verknüpfen. Das heißt, wenn er das hier abschickt, müsste auf Twitter getwittert werden, dass auf diesem Blog gebloggt wurde.

Radulf wird euch auf dem Laufenden halten.