Verehrte Leserschaft.
Und wieder sind wir tief getroffen ob der Kritik aus der Heimat. Wir wuerden hier nur rauchen und saufen, heisst es. Mithin also das tun, was wir auch zuhause zu tun pflegen.
Dem ist nicht so. Gestern waren wir den ganzen Tag mit dem Boot unterwegs. Morgens um 9.00 ging es los, und wir hatten beide einen moerderischen Kater und keine Kippen mehr. Uebel.
Das ist unser Boot. Also ein Teil davon.
Wir hatten eigentlich Schnorcheln gebucht und relativ bald Bedenken, dass wir versehentlich auf einem Casinoschiff gelandet waeren.
Nach einer Stunde der erste Halt. Jauchzend und jubilierend ins kuehle Nass, hiess es da fuer den Radulf. Hier sieht man mich nicht, wie ich nach eineinhalbfachem Salto mit dreifacher Schraube wie ein Stein untergehe.
Gottseidank waren genug Schnorchel an Bord. Hier suchen sie mit deren Hilfe intensiv den Grund nach mir ab.
Ihr ahnt es: Sie haben mich gefunden. Wie koennte ich sonst diesen Bloedsinn hier verzapfen? Und ich erholte mich rasch, und das war wichtig und gut.
Denn durch einen ploetzlichen, ca. dreiminuetigen Temperatursturz auf unter 30 Grad holte sich der Kaeptn des Boots einen ganz ueblen Schnupfen. Die armen Menschen hier sind solche Kaelte einfach nicht gewohnt. Bibbernd, froestelnd lag er ermattet da.
Das Schiff fuehrerlos.
Und so konnte ich, Radulf Rumpel, mich fuer meine Rettung revanchieren. Ich war naemlich der einzige mit Kapitaenspatent an Bord. Mit sicherer Hand und kuehnem Blick steuerte ich das Boot zurueck in den Hafen.
Muede von soviel Abenteuer kamen wir nach Hause in unseren Bungalow und wollten duschen. Und da bekam ich Gelegenheit fuer meine zweite Heldentat des Tages.
Denn siehe, Ungeziefer hatte sich versammelt in unserem Bad, und es war ein Greuel.
In Sekundenschnelle errangen ererbte Reflexe die Oberhand ueber eine vieltausendjaehrige Kulturgeschichte und immerhin gute fuenfzig Jahre Emanzipation. Unsere Kommunikationsfaehigkeit schrumpfte auf hohe Vokale von Huldines Seite und dumpfes Gegrunze meinerseits, waehrend ich wie ein Berserker mit unserem Nachttopf auf die Viecher eindrosch.
Ich habe gesiegt. Allerdings plagen mich seither boese Traumgesichte, in denen die Tiere des Dschungels, angefuehrt von einer gigantischen Kakerlake, mit den Posaunen von Jericho um unsere Huette ziehen.
Das war unsere Aussicht beim Fruehstueck.
Bis denne.
Der Radulf
Tags: Thailand 2010






Auch wenn die Geschichte selber eher nach Käptn Blaubär klingt
, die Fotos machen einen echt neidisch!
Ich hoffe, Radulf hat vor seinem heroischen Abwehrkampf gegen die kreuchenden Duschmonster erst seinen W20-Erfolgswurf auf Insektenvernichten ausgeführt.
Genial die Ahab-Pose!
@JRK: Ich hatte 2W6 Schaden vom Nachttopf plus meinen persoenlichen Schadensbonus und +3 vom Blutrausch, die Viecher hatten 3 Trefferpunkte und einen Ruestungsbonus von 1 durch ihren Chitinpanzer. Sie hatten keine Chance….
@Pedde: Das Boot waere fast gekentert, weil ich mich so aufs Posieren konzentriert habe…. Aber es hat sich wohl gelohnt!
[...] haben eine weitere Bootsfahrt unternommen. Dieses Mal kann ich leider nicht von so dramatischen Ereignissen berichten wie bei unserem ersten [...]