Verehrte Leserschaft!
Radulf berichtet euch heute aus den Eingeweiden des Pauschaltourismus.
Sonntag nachmittag kamen wir an. Wurden zum Hotel Els Pins gekarrt. Unsere hochgesteckten Erwartungen verhießen schöne, junge, sonnengebräunte Menschen, die aus großen Badewannen Sangria trinken und zu heißen Rythmen ebensolche Hüften schwingen.
Dann kamen wir in die Lobby. Langsam umherschlurfende Gäste im besten Rentenalter, weit und breit keine Sangriabadewannen in Sicht, die heißen Rythmen beschränkten sich auf eine Dauerschleife von “I did it my way.”
Der hoteleigene Strand bestand aus einer idyllischen Betonmole. Hier ist er, aus zwei verschiedenen Perspektiven, damit ihr die Schönheit, den Glanz, den Zauber Ibizas würdigen könnt.
Und dann die weltberühmte spanische Küche! Wir hatten naiverweise Halbpension gebucht und zogen es dann sturerweise durch, abends mit der Pauschalhorde am Hotelbuffett zu speisen. Im Ernst: Sogar der Saft aus der Saftmaschine schmeckte beschissen.
Radulf hat sich eigentlich nur von Brot, Oliven und Rindfleisch ernährt, das waren die kleinsten Übel. Huldine hielt sich meistenteils an vergammelten Fisch und die Matschpaella.
Der absolute Höhepunkt waren unsere Frühstückseier am Montag. Für diejenigen, die die teils brachialen Methoden meiner Bildbearbeiterin Huldine kennen: Es ist echt. Die sahen wirklich so aus.
Auch dank des etwa halbstündigen Lachanfalls angesichts dieser Eier sahen wir die ganze Sache dann übrigens mit Humor. Um unsere Stimmung wiederzugeben, folgt hier der Dialog beim Kaffeetrinken irgendwann Montag mittags.
Radulf: Hmm, ich hab noch gar nicht überlegt, was ich heute abend beim Buffett alles in die Mülltonne schmeissen soll.
Huldine: Also ich werfe etwas Paella weg, dazu ein wenig von dem Milchreis.
Radulf: Oh ja, das klingt doch gut. Lass uns dann auch was von dem milden Weißwein und dem feurigen Roten wegschütten!
undsoweiterundsofort….
Zu den Eiern gibt es auch die bizarrste Anekdote dieses Urlaubs. Am Montag abend sassen wir in einem Biergarten und unterhielten uns mit dem Inhaber, einem Österreicher, und seinen dicken Freunden. Auf deutsch. Zeigten Ihnen das Eierfoto, reden unser Hotel schlecht.
Plötzlich keift vom Nebentisch lauthals die Gute-Laune-Petra rüber, die wir übrigens bis dahin nicht kannten:
“Was redet ihr da schlecht vom Els Pins, da wohnen wir!”
Radulf geht rüber zu ihr und ihrem Gatten, zeigt den beiden das Foto und fragt:
“Haben Sie heute Morgen Eier gegessen?”
Der Mann: “Ja, schon.”
Radulf: “Und, waren die gelb?”
Der Mann: “Naja, die waren schon dunkel, aber eher so grünlich.”
Radulf hat dann die Schultern gezuckt und ist an seinen Platz zurück, statt zu fragen, warum man bei grünen Eiern so vehement sein Hotel verteidigen muss.
Am Dienstag gingen wir dann in die Hotel-Disco. Es war ganz ganz groß! Zuerst bestellte Radulf in perfektem Spanisch Getränke:
Dos Cuba Libre con mucho Ron por favor. Olé!
Damit hatten wir den Barkeeper, einen stolzen Spanier, für uns eingenommen. Die Cubas waren mörderisch. Sieben Teile Rum, ein Teil Cola oder so. Zusammen mit Stephan aus Hamburg rockten wir das Haus.
Wir heizten die Stimmung derart auf, dass wir lange Zeit auf einen Miss-Wet-Stützstrumpf-Wettbewerb spekulierten, der aber letzten Endes leider nicht stattfand.
Um zwölf war der Spuk auch schon zu Ende. Schnell noch ins British Pub und ein Pint getrunken. Heim. Gerade im Aufzug angekommen, konnten wir glücklicherweise einen Blick auf ein Prachtexemplar des ibizanischen Wappentiers erhaschen. Hocherfreut sangen wir dann aus voller Brust im Aufzug nach oben die ibizanische Nationalhymne ab.
Noch ein Wort zum Wetter: Es war kacke. Schaut euch diesen Himmel an.
Hier noch Bild einer glücklichen Huldine im Pub.
Tja, das war Ibiza. Wir kommen wieder. Aber nicht mit Air Berlin.
Sondern Huldine als moderne und emanzipierte Frau am Steuer eines Tornado-Kampfjets. Radulf – ganz traditionsbewusster Militärhistoriker – wird einen Ju 87 Sturzkampfbomber fliegen. Und dann legen wir das Hotel Els Pins in Schutt und Asche. In der berechtigten Hoffnung, Gute-Laune-Petra zu erwischen, wie sie gerade am Frühstücksbuffett mit Hochgenuss ihre zwar dunklen, aber eben doch nur grünen Eier verspeist.
Euer ergebener
Radulf Rumpel
Tags: Dies und Das, Ibiza 2010







“I diiiiiid it myyyy way….” Ich muss noch korrigieren: Nachdem ich einmal an Fisch und Paella geknabbert habe, gabs für mich nur noch Salat, Baguette mit Butter und Melonen. Die waren zwar blass, aber nicht grün!
Hallo Lieber Radulf und Huldine,
ich schreibe ja eigentlich nie auf solchen Blogs … aber hier musste ich einschreiten … ich denke das Hotel war / ist seiner Zeit DEUTLICH voraus …
http://www.abendblatt.de/region/stormarn/article349326/Der-letzte-Schrei-Das-gruene-Ei.html
Verkaufsschlager: Ammersbeker Geflügelhof ist vom Erfolg überrascht. Die kleinen und wohlschmeckenden Eier der “Grünleger” finden immer mehr Freunde in Stormarn.
Ammersbek. Was zu Ostern mit ein paar Hühnern als “Hobby” begann, ist auf dem Geflügelhof Ahnfeldt heute der neue Verkaufsschlager: das grüne Ei. “Seit wir die Delikatesse zum Verkauf anbieten, rennen uns die Leute förmlich die Bude ein”, berichtet Christiane Ahnfeldt (34) in ihrem Hofladen im Ammersbeker Ortsteil Bünningstedt. “Wir sind total überrascht, daß die Sache so durchstartet”, ergänzt ihr Mann Gerd Ahnfeldt (38). Mit 24 Grünlegern hatte er losgelegt – jetzt schaut er, wie er seine kleine Hühnerschar, die den 1000 Freilandhennen auf dem Hof zunehmend Konkurrenz macht, rasch vergrößern kann.
Grüne Eier sind in Stormarn der letzte Schrei. “Kunden kommen überall aus dem Umland, viele Hamburger sind dabei, einige aus Norderstedt. Und sie kommen von noch weiter her”, weiß Christiane Ahnfeldt. Die Eier werden schon knapp. Stammkunden wissen das – und bestellen die begehrte Spezialität oft tage- und wochenlang vor.
Das grüne Ei ist etwas kleiner als ein Freiland-Hühnerei, dafür ist es umso aromatischer im Geschmack. Das schätzen Ahnfeldts Kunden. Welches Geheimnis steckt unter der grünen Schale? “Das Eidotter ist größer”, verrät Christiane Ahnfeldt. “Manche sagen, das Eiweiß sei cremiger. Die meisten Kunden finden jedenfalls, daß das grüne Ei im direkten Vergleich geschmackiger ist.”
Fest steht, daß “Grünleger” – im Gegensatz zu braunen Hennen – nur jeden zweiten Tag ein Ei ins Nest purzeln lassen. Das bürgt für Qualität.
Hi ihr 2,
schön, dass ihr gesund wieder gekommen seit. Das ist bei einem Urlaub auf Ibiza nämlich gar nicht so einfach…
Und ich dachte damals, dass nur ich San Antonio scheisse fand.
Mittlerweile weiß ich, dass das wohl das assozialste Kaff auf Ibiza
ist, in dem man für Mist auch noch Geld bezahlen muss.
Und manche Engländer nennen das auch noch “Urlaub”.
Meine Anekdote zu dem Strand ganz oben:
Wir, keine 2 Stunden auf dieser Insel, lagen gerade mal seit 5 Minuten an dieser “Promenade”, kam eine Horde englischer Inselaffen zu uns 3 Mädels und schrie aus vollem Halse: “hola chicas.. du ficki ficki, bumsi bumsi???”
Irgendwie ahnte ich da schon, dass dieser Urlaub, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht das gelbe vom Ei ist.
Unsere Eier und das restlilche Essen waren nämlich genauso zum kotzen wie das Essen bei Euch…
Ich habe mir damals geschworen, nie wieder Ibiza.
Aber bei eurem geplanten Törn bin ich auf alle Fälle sehr gerne dabei….
euer alter freund statler…der Ibiza ebenfalls überlebt hat…
Oder so:
“Lecker, aber nicht jedermanns Sache: Hundertjährige Eier/Schwarze Eier mit Krapao Thai Basilikum gebraten”
Mann ihr Trottels: das war eine Antiquität auf eurem Teller!!!!!
Also echt, ihr habt aber auch an allem was auszusetzen….schlimm so was…die spießigen Deutschen mal wieder….
Zu ” i did it my way”..
unser “Hotellied” damals war dieses hier:
http://www.youtube.com/watch?v=jY48iTyLrmk,
leider ohne das Video, bei uns wurde es von den anwesenden Hotelgästen getanzt und lief mind. 428 pro Tag.
Worauf wir irgendwann gar nicht mehr “sensual” reagiert haben und
das mit der “bomba” war uns damals auch schon ein Gedankenspiel wert.
greetz
warum habe ich eigentlich so ne blöde küchenschabe als symbol???
ist das zufall oder kann das wer beeinflussen?
Also, ich höre jetzt auf jeden Fall mal auf deinen Blog hier zu zu müllen, muss mich langsam mal auf mein Sofa begeben, die Chips rausholen und die Schland Fahnen klarmachen. Rund ums Haus hängen sie schon, die am Fahnenmast hat Mikey gestern schon hochgezogen, aber ich muss noch die anderen 34 an den Audi pinnen, damit alles ferdisch ist wenn Mikey nachher die (K)lene aus dem Kiga abholt…achtung, wortspiel…
Wir wollen den Elefantenmensch sehen!!!
Mensch seid ihr nicht braun geworden!
Hallo……….ich bin sehr erstaunt das zu lesen. Wir waren letztes Jahr dort und soooooo schlimm hab ich es nicht empfunden, klar der Strand ist kein Strand….es kommt immer darauf an was man will……wir sind auch mit dem Auto in wirklich tolle Buchen gefahren…..also ich hoffe sehr, das sich dieses Hotel nicht wirklich so verschlechtert hat, denn wir fliegen in ein paar Tagen wieder hin. Ich bin schon sehr gespannt, ob wir auch diese Erfahrungen machen müssen.
Die kleinen süssen Tierchen durfte ich auch nicht erleben, es war auch immer alles supersauber…..oh oh ich hoffe mich erwartet nichts anderes!
Erwarten tut man bei dem Preis natürlich nicht das gelbe vom Ei……aber….wir werden sehen………es gibt von mir eine Rückmeldung.
LG Susann aus HH
Das Gelbe vom Ei ist tatsächlich wohl nicht zu erwarten!
Deutsch gut!
http://www.youtube.com/watch?v=MBh6njXdO9Y
Und ausserdem sollte man nicht jedes Ei so schwarz malen …
Eier! Wir brauchen mehr Eier! (ein reiner Titan)
OLDAST OF ALL! Wenn du willst, koch ich dir welche. Nach dem spanischen Geheimrezept. 3 Monate in die Sonne legen und dann kalt werden lassen…..
Heimatdeinesterne! Ich wusste ja, dass euer Ibiza-Trip nicht das Grüne vom Ei war … aber oh, der wunderbar unsandige Sandstrand hätte mich zu einer Verlängerungswoche verleitet! Ähm. Nee. Doch nicht.
Solche Erfahrungen stählen aber und lassen die nächsten, wirklich gelungenen Urlaube umso mehr genießen. Ich sage das wirklich aus eigener Erfahrung!