Verehrte Leserschaft,
es sind ja nun ein paar Tage, seit ich das letzte Mal hier zugange war. Endlich finde ich die Kraft, zu berichten, was sich Schreckliches im Hause Rumpel begab. Noch immer kämpfe ich mit den Tränen.
Unser geliebtes Chamäleon Werner ist krank.
Dabei gewöhnte er sich gerade an seine neue Umgebung … vor allem dank seines neuen Klos, das ich ihm im Schweiße meines Angesichts gebaut hatte. Er wurde sogar richtig zutraulich, naschte hin und wieder Leckereien aus Huldines oder meiner Hand.
Doch dann, es ist eine gute Woche her, ging es ihm plötzlich sehr sehr schlecht. Es war von einem Augenblick auf den nächsten. Werner bekam ein ganz schlimmes Fieber. Das Thermometer, das wir ihm in den Popo steckten, explodierte doch glatt.
Wir riefen sofort einen Krankenwagen. Huldine weinte, Radulf machte kalte Umschläge. Die Sanitäter hetzten die Treppen hoch und wollten erst fälschlicherweise Radulf versorgen, dessen eines Auge voller Thermometerstücke und Quecksilber war. Radulf brüllte sie an: “Nein, nicht ich, da, der Werner!”
Hektik. Durcheinander. Geplärre. Infusionen. Kompressen. Blinkende Lichter an medizinischen Apparaten.
Dann nahmen sie ihn mit. Er liegt jetzt auf der Intensivstation. Radulf und Huldine sind untröstlich. Wir dürfen ihn nicht besuchen. Niemand darf ihn besuchen. Er hat 800° Fieber. Angeblich haben Tests ergeben, dass das Fieber von den Drüsen ausgeht, die für die Farbwechsel zuständig sind.
Hier die letzten Sekunden vor seinem Anfall, wir haben sie zufällig mit der Kamera aufgenommen. Glücklich und gesund sitzt er auf seiner Stange und sieht mit uns fern …
Werner wird krank from Radulf Rumpel on Vimeo.
Tags: Viehzeug
Mein Gott, der arme Werner! Erst Michael Jackson, und jetzt euer geliebtes Haustier! Ich hoffe, er erholt sich sich wieder, selbst wenn er später vielleicht keinen Farbwechsel mehr… ach, man möchte sich gar nicht ausdenken, was alles zurückbleiben könnte von so einem schweren Fieberschub…
Mein zweiter Gedanke: Amazonasschlangengift! Das ist möglicherweise das einzige, was ihm jetzt noch noch helfen kann. Aber woher bekommen? Im Amazonasdschungel neben Obi gibt es das wohl nicht, oder? Trotzdem, man sollte vielleicht mal die freundliche Verkäuferin in der grünen Kittelschürze fragen. Man muss jetzt einfach alles versuchen.
Ich bin in Gedanken ganz bei eurem Patienten. Und mein Hund auch!
Danke, vielen Dank! Das mit dem Amazonasschlangengift schau ich gleich mal im Pschyrembel nach … ich halte euch auf dem Laufenden!
Oh Gott. Ich lese das erst jetzt!
Ich empfehle eine radikale Therapiemöglichkeit aus den 70ern. Gibt nicht wirklich empirische Daten dazu, aber ein versuch wäre es wert. Werner einfach 3 Wochen lang damit konfrontieren:
http://www.youtube.com/watch?v=2bfZcl-UQE0&hl=de
Könnte sich rekalibireren.
Ja, das mit der Testbild-Therapie versuche ich! Ich setze mir aber nen Kopfhörer auf.