Grüßgott.
Viele treue Leser haben sich vielleicht gefragt, warum ich nun schon so lange (3 Tage!) keinen Beitrag mehr verfasst habe. Nun, es verhält sich folgendermaßen:
Die Huldine war eifersüchtig auf mich. Weil ich 37 mal im Guinness-Buch der Rekorde stehe (natürlich inkongnito) und sie kein einziges mal. Also haben wir gemeinsam überlegt und beschlossen, den Kilimandscharo zu bezwingen. Dann würde Huldine nämlich den Rekord für die Erstbesteigung mit gebrochenem Schlüsselbein erringen.
Wir übten also erstmal zwei Tage lang, denn ohne die richtige Vorbereitung sollte man so eine Sache nicht in Angriff nehmen. Vorvorgestern stiegen wir ein paar mal die Treppen hoch und runter (wir wohnen im 3. Stock), und vorgestern erkletterten wir dann dreimal freihändig die Eiger Nordwand.
Außerdem ernährten wir uns sehr gesund und schränkten das Rauchen und den Alkohol ein wenig ein.
Gestern war dann der große Tag. Wir flogen ab Frankfurt und kamen mittags am Kilimandscharo an. Um Geist und Seele zu entspannen, nahmen wir noch an einer Safari teil.
Aber dann rief der Berg. Wir hatten Steigeisen dabei und Seile, Bergschuhe und Schutzhelme, Sauerstoffgeräte und, als wichtigste Utensilien, einige Pausenbrote und eine 5-Liter-Flasche Champagner. Der Aufstieg verlangte uns alles ab. Wir schwitzten und keuchten, die Luft wurde immer dünner, der Berg steiler (wir hatten uns für die schwierige Route entschieden). Unsere Beine erlahmten, unsere Hände zitterten. Unsere Kräfte schwanden. Die Pausenbrote waren alle.
Doch da! Der Gipfel. Nur noch wenige Meter. Dort stand auch schon das Empfangskomitee, bestehend aus Reinhold Messner und einem Beauftragten des Guinness-Buchs der Rekorde. Wir gaben nochmal alles und erreichten um 16.43 den Gipfel. Vor lauter Erschöpfung stürzten wir sofort den Champagner hinunter.
Dann gab es eine kleine Zeremonie. Reinhold hielt eine ergreifende Rede und der Guinness-Beauftragte überreichte der Huldine den goldenen Rekordkranz in Blau.
Für die Erstbesteigung des Kilimandscharo mit gebrochenem Schlüsselbein.
Zu unserer großen Freude hatten wir gleich noch einen Rekord gebrochen:
Die Besteigung des Kilimandscharo mit den unangebrachtesten Sauerstoffgeräten.

Ja, so war das. Das Kreuz auf dem Foto ist übrigens mitnichten mein Kommunionskreuz, sondern das Gipfelkreuz.
Und wer mir die Geschichte nicht glaubt, ist selber schuld. Denkt mal drüber nach.
Tags: Fiktives
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